Rettungsdienststrukturen im Bundesland Tirol
Demografische Daten aus dem Bundesland Tirol 2025
Mit 1. Jänner 2026 lebten 779.174 Personen in Tirol,
hinzu kommen für 2025 50.023.003 (2024: 48.768.044) Touristennächtigungen.
(Statistik Austria, https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung/bevoelkerungsstand/bevoelkerung-zu-jahres-/-quartalsanfang bzw. https://www.statistik.at/statistiken/tourismus-und-verkehr/tourismus/beherbergung/ankuenfte-naechtigungen).
Der Einwohnergleichwert (EGW) für 2025 beträgt 916.223 (2024: 911.019; plus 0,6%).
Dieser errechnet sich folgendermaßen: Einwohner plus die durch 365 Tage dividierten Touristennächtigungen pro Jahr.
Notfallmedizinische Versorgung im Bundesland Tirol 2025
Tirol hat 13 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF)-Stützpunkte. Von den 13 NEF-Stützpunkten sind acht an die Landes- bzw. Bezirkskrankenhäuser Tirols angebunden.
Zuzüglich gibt es in geographisch peripheren Notarztbereichen neun Notarztsysteme mit niedergelassenen (Not-)Ärztinnen und -Ärzten, welche als Notarzt/Notärztin (NNA) ihre jeweilige Region versorgen. Zudem sind in Tirol 16 Notarzthubschrauber (davon 8 saisonal) stationiert.
Am Landeskrankenhaus/Universitätskliniken Innsbruck befindet sich eine Stroke Unit (8 Betten), ebenso im Krankenhaus Kufstein (4 Betten) und im Krankenhaus Lienz (2 Betten). Ein Herzkatheterlabor mit drei Plätzen steht am Landeskrankenhaus Innsbruck zur Verfügung. Mit der Möglichkeit zur 7d/24h neuroradiologischen Intervention (Thrombektomie) fungiert das Landeskrankenhaus/die Universitätskliniken Innsbruck als Comprehensive Stroke Unit.
Aktive Notärztinnen und Notärzte im Bundesland Tirol 2025
Insgesamt waren 2025 an den 13 Tiroler NEF-Stützpunkten 318 Notärztinnen und Notärzte tätig (318/2024). Von diesen waren 50 an zwei, 8 an drei, 2 an vier NEF-Stützpunkten tätig (diese wurden durch den Abgleich der Namenslisten nicht mehrfach gezählt).
Im Vergleich zu 2024 haben 22 Personen den Notarztdienst verlassen, 22 sind neu dazugekommen. Die Abgangsrate ist 6,9%.
(Die Stützpunkte Kufstein/Kramsach werden als ein gemeinsamer Bereich gezählt, ebenso Klinik Innsbruck/Telfs sowie RK Schönberg/Imst/Hall).
2025 waren 41 Ärztinnen und Ärzte in den sieben peripheren Notarztbereichen (NNA) tätig 39/2024), 9 davon waren primär auch an einem NEF-Stützpunkt, diese 9 Personen sind somit in der Gesamtzahl der Notärzte nicht doppelt gerechnet (Die Bereiche Iseltal, Pustertal und Defereggental werden als ein NNA-Bereich gezählt).
Daraus ergeben sich 350 aktive Notärztinnen und Notärzte im Auftragsbereich des Landes Tirol (351/2024).
An den Notarzthubschraubern (Martin 2,4,7,8; Alpin 2, 5; Heli 1, 3, 4; Gallus 3; C1,4,5,7; RK-2; Robin 3) sind insgesamt 195 Notärztinnen und Notärzte tätig, jedoch arbeiten 65 davon primär auch an einem NEF-Stützpunkt oder in einem NNA-Bereich, sie wurden folglich nur einmal gezählt. Zählt man zu den 350 bodengebundenen NEF- und NNA-Ärzten die NAH-Ärzte hinzu, ergibt dies eine Gesamtzahl von 480 in Tirol tätigen Notärztinnen und Notärzten.
Im Jahr 2025 waren 51 First-Respondergruppen im Rettungsdienst Tirol tätig.
| Bezirk | First-Respondergruppen |
|---|---|
| Imst | St. Leonhard/Pitztal, Vent, Jerzens/Wenns |
| Innsbruck-Land | Steinach am Brenner |
| Kitzbühel | Kirchberg/Brixental, Pillerseetal, Brixental |
| Kufstein | Brandenberg, Thiersee, Untere Schranne, Wildschönau, Novartis Schaftenau |
| Lienz | Abfaltersbach, Amlach, Anras, Assling, Außervillgraten, Dölsach, Heinfels, Hopfgarten/Defereggen, Huben, Innervillgraten, Iselsberg/Stronach, Kals/Großglockner, Kartitsch, Lavant, Leisach, Nikolsdorf, Oberlienz, Obertilliach, Prägraten/Großvenediger, Schlaiten, St. Veit/Defereggen, Strassen, Tristach, Untertilliach, Virgen |
| Schwaz | Achental, Gerlos, Pertisau, Pillberg, Tux, Weerberg |
| Reutte | Oberes Lechtal, Unteres Lechtal, Berwang, Reutte, Tannheim, Vils, Weißenbach, Zwischentoren |