Rettungsdienststrukturen im Bundesland Tirol

Demografische Daten aus dem Bundesland Tirol 2024
Mit 1. Jänner 2025 lebten 777.773 Personen in Tirol (Statistik Austria),
hinzu kommen für 2024 48.768.044 (2023: 48.612.512) Touristennächtigungen
(https://www.tirol.gv.at/statistik-budget/statistik/tourismus/)
(plus 0,3%).
Der Einwohnergleichwert (EGW) für 2024 beträgt 911.019 (2023: 909.155; plus 0,2%).
Dieser errechnet sich folgendermaßen: Einwohner plus die durch 366 Tage dividierten Touristennächtigungen pro Jahr.
Notfallmedizinische Versorgung im Bundesland Tirol 2024
Tirol hat 13 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF)-Stützpunkte. Von den 13 NEF-Stützpunkten sind acht an die Landes- bzw. Bezirkskrankenhäuser Tirols angebunden.
Zuzüglich gibt es in geographisch peripheren Notarztbereichen neun Notarztsysteme mit niedergelassenen (Not-)Ärztinnen und -Ärzten, welche als Notarzt/Notärztin (NNA) ihre jeweilige Region versorgen. Zudem sind in Tirol 16 Notarzthubschrauber (davon 8 saisonal) stationiert.
Am Landeskrankenhaus/Universitätskliniken Innsbruck befindet sich eine Stroke Unit (8 Betten), ebenso im Krankenhaus Kufstein (4 Betten) und im Krankenhaus Lienz (2 Betten). Ein Herzkatheterlabor mit drei Plätzen steht am Landeskrankenhaus Innsbruck zur Verfügung. Mit der Möglichkeit zur 7d/24h neuroradiologischen Intervention (Thrombektomie) fungiert das Landeskrankenhaus/die Universitätskliniken Innsbruck als Comprehensive Stroke Unit.
Aktive Notärztinnen und Notärzte im Bundesland Tirol 2024
Insgesamt waren 2024 an den 13 Tiroler NEF-Stützpunkten 318 Notärztinnen und Notärzte tätig. Von diesen waren 47 an zwei, 6 an drei NEF-Stützpunkten tätig. (diese wurden durch den Abgleich der Namenslisten nicht mehrfach gezählt). (Die Stützpunkte Kufstein/Kramsach werden hierbei als ein gemeinsamer Bereich gezählt, ebenso Klinik Innsbruck/Telfs sowie RK Schönberg/Imst/Hall).
Im Vergleich zu 2023 haben 18 Personen den Notarztdienst verlassen, 44 sind neu dazugekommen. Die Abgangsrate ist 5.7 %.
2024 waren 39 Ärzte in den 7 peripheren Notarztbereichen (NNA) tätig. 6 davon waren auch an einem NEF-Stützpunkt angestellt. Es ergeben sich 351 aktive Notärzte im Auftragsbereich des Landes Tirol. Die Gesamtzahl blieb von 2012-2016 relativ konstant, in den Jahren 2017 und 2018 erfolgte eine Steigerung von 16 bis 20 neuen Notärzten, 2019 bis 2024 bleibt die Anzahl wieder konstant.
An den Notarzthubschraubern (Martin 2,4,7,8; Alpin 2, 5; Heli 1, 3, 4; Gallus 3; C1,4,5,7; RK-2; Robin 3) sind insgesamt 207 Notärzte tätig, 70 davon arbeiten auch an einem NEF-Stützpunkt oder in einem NNA-Bereich. Von den an Notarzthubschraubern tätigen Ärzten waren 10 an zwei, 1 an drei NAH-Stützpunkten tätig.
Zählt man zu den 351 bodengebundenen NEF- und NNA-Ärzten die NAH-Ärzte hinzu, ergibt dies eine Gesamtzahl von 488 in Tirol tätigen Notärzten.
Die für die niedergelassenen Ärztinnen/Ärzte in peripheren Notarztbereichen tätigen Vertretungsärzte können durch den ÄLRD nicht erfasst werden.
Im Jahr 2024 waren 49 First-Respondergruppen im Rettungsdienst Tirol tätig.
Bezirk | First-Respondergruppen |
---|---|
Imst | St. Leonhard/Pitztal, Vent, Jerzens/Wenns |
Innsbruck-Land | Steinach am Brenner |
Kitzbühel | Kirchberg/Brixental, Pillerseetal |
Kufstein | Brandenberg, Thiersee, Untere Schranne, Wildschönau |
Lienz | Abfaltersbach, Amlach, Anras, Assling, Außervillgraten, Dölsach, Heinfels, Hopfgarten/Defereggen, Huben, Innervillgraten, Iselsberg/Stronach, Kals/Großglockner, Kartitsch, Lavant, Leisach, Nikolsdorf, Oberlienz, Obertilliach, Prägraten/Großvenediger, Schlaiten, St. Veit/Defereggen, Strassen, Tristach, Untertilliach, Virgen |
Schwaz | Achental, Gerlos, Pertisau, Pillberg, Tux, Weerberg |
Reutte | Oberes Lechtal, Unteres Lechtal, Berwang, Reutte, Tannheim, Vils, Weißenbach, Zwischentoren |