Projekt: ECPR – Extrakorporale Reanimation
Die Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin bietet gemeinsam mit der Universitätsklinik für Herzchirurgie eine 24/7 verfügbare Option zur ECPR, also zur Reanimation mittels ECMO, im Unfall-Schockraum der Klinik Innsbruck an.
Umsetzung in der Präklinik
Um die Umsetzung möglichst gut zu gewährleisten, wurde gemeinsam mit dem ÄLRD-Team, der RD GmbH, der Leitstelle Tirol und einem NEF-Team aus Innsbruck ein Schulungsfilm, die Checkliste für den Rettungsdienst sowie von Seiten der beteiligten Universitätskliniken ein Leitfaden für die Notärztinnen und Notärzte zu den speziellen Voraussetzungen bei einer möglichen ECPR entwickelt. Die Mitarbeiter des „Medienstudio – tirol kliniken“ produzierten das Schulungsvideo.
Memocard für den Rettungsdienst
Schulungsvideo auf YouTube, Informationsschreiben vom 29. Feber 2024
Ergebnisse des ECPR-Projekts - Zusammenfassung 2024-2025
Seit Beginn des Innsbrucker ECPR-Programms wurden 41 Patient:innen mit möglicher ECMO-Indikation ins LKI eingeliefert. Bei 19 von ihnen war die Indikation nicht erfüllt (z.B. Asystolie/PEA, Alter, relevante Zeitverzögerung). Fünf dieser Patient:innen überlebten, vier davon nach ECMO-Therapie. Von den 22 Patient:innen mit korrekter Indikation überlebten 14. Zehn erhielten eine ECMO-Therapie, wovon fünf überlebten; die übrigen neun Überlebenden hatten bei Aufnahme bereits einen ROSC.
Die Ergebnisse verdeutlichen eindrucksvoll, dass eine exakte Indikationsstellung in Kombination mit einer leistungsfähigen Rettungskette selbst bei Patient:innen mit äußerst hohem Mortalitätsrisiko zu positiven Behandlungsergebnissen führen kann.
Ein großer Dank an alle Teams für ihren Einsatz!





